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Erasmus+ in Potenza

Vier Tage und vier Nächte lang waren fünf Schüler der Gewerblichen Schule Schwäbisch Hall von Erasmus+ aus unterwegs. Dabei haben sie andere Kulturen kennengelernt und Verbindungen zu Austauschschülern der anderen teilnehmenden Länder hergestellt.

Alles begann am Morgen eines Freitags, dem 13. April 2018. Die Schüler Alina Kachelrieß, Patrick Bauer, Lukas Wolf, Nuno Nascimento und Silas Martin machten sich in Begleitung von Frau Reichelt und Herrn Härtig auf den Weg zum Stuttgarter Flughafen. Von dort startete ein Flieger nach Neapel, Italien, wo sie herzlichst von zwei Damen des „Istituto D’Istruzione Superiore“ empfangen wurden. Mit dem Bus ging die Reise weiter Richtung Potenza, mit einem Zwischenstopp an der bekannten Amalfi-Küste. Verbunden mit einem schönen Spaziergang, einer Kugel Eis am sonnigen Ufer und einer wirklich schönen Aussicht. Danach fuhr der Bus auf direktem Wege nach Potenza, wo schon die Gastfamilien auf ihre „neuen Kinder“ für die kommenden vier Tage warteten. Die restliche Zeit des Tages verbrachten die Fünf in ihren Gastfamilien, um sich einzugewöhnen und kennenzulernen. Am Tag darauf, samstags, wurde die gesamte Gruppe vom Bürgermeister und anderen wichtigen Personen im örtlichen Rathaus empfangen. Damit man sich verständigen konnte, hatte man sich vorher auf die englische Sprache geeinigt, die auch in allen teilnehmenden Ländern als Schulfach gelehrt wird und daher für die Schüler kein Problem darstellte. Bei einer Stadtführung bekamen die Schüler einen guten Einblick in die Geschichte der Stadt Potenza und die Region, Basilikata, in der die Stadt liegt. Natürlich durfte auch das leibliche Wohl nicht zu kurz kommen! Nach der Tour luden die Gastgeber in ein Hotelrestaurant ein, in dem auch die Lehrer verkehrten. Nach dem durchaus vorzüglichen Mahl machte sich die gesamte Gruppe von rund 25 Schülern und 10 Lehrern auf den Weg nach Lagopesole in das dortige „Museo dell’Emigrazione Lucana“ (zu deutsch: Immigrationsmuseum), um die Geschichte der Immigration der Region näher kennenzulernen. Sobald die Schüler wieder zurück in der Stadt waren, hatten sie den restlichen Tag Freizeit. Sie nutzten den angebrochenen Abend, um mit ihren Austauschschülern durch die Stadt zu schlendern und das Stadtleben zu genießen. Tatsächlich ist diese an einem Samstagabend sehr belebt und sie verbrachten einen schönen, langen Abend dort. Mit dabei war eine traditionelle italienische Pizza und ein Spaziergang durch die Gassen, wo von Nachtruhe nichts zu bemerken war. Dort öffneten nämlich viele Läden erst am Abend.

Sonntags stand ein weiterer Ausflug auf der Agenda, diesmal in die Kulturhauptstadt Europas 2019, die den Namen „Matera“ trägt. Dort wimmelte es nur so von Touristen und auch die Erasmus+-Gruppe bekam eine Führung durch die weltbekannte Stadt. Währenddessen erfuhr man zum Beispiel, dass die Stadt aufgrund ihrer vielen Höhlensiedlungen, auch Sassi genannt, oft für Filmdrehs benutzt wird, da der Stil sehr an frühere Wohnungsbauten erinnert. Unser Mittagessen nahmen wir auch in einer solchen Höhle ein, die zu einem Restaurant umfunktioniert wurde. Durch enge Bergstraßen quetschte sich der Reisebus als wir nach Castelmezzano, eine kleine Gemeinde in der Region, fuhren. Dort angekommen sind wir durch kleine Gassen den Berg immer weiter rauf gelaufen, bis wir an eine Aussichtsplattform kamen. Von dort aus bot sich uns eine atemberaubende Aussicht.

Am letzten Tag, Montag, trafen sich alle Teilnehmer des Projekts beim Verwaltungszentrum der Region, um dort noch Vorträge von Vertretern der Region Basilikata zu hören. Es wurde vor allem erklärt, dass sie sich sehr um den Tourismus kümmern und wohl auch viel Werbungen machen. Später besichtigten wir die Schule, die von den Gastgebern besucht wird und bekamen eine kurze Führung durch das Gebäude. Dann wurden die Präsentationen über das Thema des Projekts gehalten. Die Überschrift von diesem Erasmus+-Projekt lautet nämlich MOST (polnisch, zu deutsch „Brücken“) - Bridges Between Openness, Respect and Identity, wozu die fünf teilnehmen Länder einerseits ihr Land präsentieren sollten und andererseits zusammen daran gearbeitet wurde, Beziehungen herzustellen. Nachdem dieser Tagespunkt abgeschlossen war, lud die gastgebende Schule aus Italien alle Familien und Schüler zu einem umfangreichen Abendessen und einem „bunten Abend“ ein, bei dem auch eine Band für ein paar Takte gesorgt hat.

Der Dienstag war ein sehr gefühlvoller Tag. Einerseits waren die Schüler traurig, ihre neu gewonnen Freunde schon wieder verlassen zu müssen, allerdings freute man sich auch wieder auf die Heimat und die Reise dort hin. Letztendlich überwog aber die Freude, als bekannt wurde, dass die Schüler aus Italien auch am Erasmus+-Projekt teilnehmen dürfen und somit im Dezember hier Gäste sein werden.

Ein Bericht von Silas Martin TG 12-1.

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